Warum Freizeit allein nicht für Erholung sorgt
Warum Freizeit allein nicht für Erholung sorgt
Freizeit haben wir eigentlich genug und trotzdem fühlen wir uns oft nicht wirklich erholt!
Vielleicht kennst du das: Endlich ist Feierabend, die Kinder sind versorgt, die Arbeit erledigt und du hast ein bisschen Zeit für dich. Also ab aufs Sofa, Handy in die Hand und ein bisschen durch Instagram scrollen oder eine Folge deiner Lieblingsserie schauen.
Klingt eigentlich ganz gemütlich und trotzdem fühlst du dich danach nicht unbedingt frischer, entspannter oder energiegeladener.
Freizeit ist nicht automatisch Erholung!
Wusstest du, dass rund 60 % der Deutschen angeben, dass sie es in ihrer Freizeit nicht schaffen, wirklich abzuschalten und sich vom Stress des Alltags zu erholen? (Quelle) Dabei verbringen wir laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich fast sechs Stunden täglich mit freier Zeit! (Quelle)
Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben,
sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen. - Seneca
Was machen wir eigentlich mit unserer freien Zeit?
Laut Freizeitmonitor 2024 stehen vor allem Aktivitäten ganz oben, die wir gemütlich auf dem Sofa erledigen können: Fernsehen, im Internet surfen, lesen oder Musik hören. (Quelle)
Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Nach einem anstrengenden Tag kann es herrlich sein, einfach die Beine hochzulegen und nichts mehr leisten zu müssen. Problematisch wird es aber, wenn unsere Freizeit überwiegend aus passivem Konsum besteht und wir uns davon eine langfristig Erholung erhoffen.
Unser Körper und unser Kopf brauchen nicht nur Ruhe, sie brauchen auch Abwechslung!
Warum "nichts tun" nicht immer die beste Erholung ist
Wenn wir gestresst sind, wünschen wir uns häufig vor allem eines: Ruhe. Wir wollen nichts mehr "Tun" müssen. Doch echte Erholung entsteht nicht dadurch, dass wir möglichst wenig tun!
Aktivitäten können uns ebenfalls erholen – vor allem dann, wenn sie uns Freude machen, unsere Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken und uns aus dem gewohnten Alltag herausholen.
Wie du langfristig für GUTE Erholung sorgst
Eine gute Erholung braucht Kontrast! Wenn wir aktiv etwas tun, werden wir danach mit einem viel intensiveres Gefühl als z.B. beim Faulenzen belohnt. Diese positiven Gefühle, die danach beim zur Ruhe kommen aufkommen, entstehen vom Wechsel zwischen zwei verschiedenen Zuständen. Wenn uns dieser Kontrast fehlt, wirkt die freie Zeit nicht mehr so erholsam auf uns.
Erholung bedeutet also nicht unbedingt möglichst wenig zu tun, sondern wieder mehr zu erleben.
Langfristig tut uns vor allem das gut, was unsere Zufriedenheit und unser Wohlbefinden stärkt. Die besten Erholungsmomente entstehen oft durch Momente, in denen wir unsere Zeit aktiv verbringen und mit Erlebnissen anreichern. Zum Beispiel mit Aktivitäten, die uns Freude machen, die unsere Lebendigkeit fördern, uns mit anderen verbinden, unsere Neugier wecken oder uns das Gefühl geben, etwas erlebt zu haben.
Was dich erfüllt, erholt dich!
Ein weiterer wichtiger Punkt: Erholung sollte nicht nur am Wochenende oder im Urlaub stattfinden! Schaffe dir unbedingt kleine Erholungsinseln in deinem Alltag!
Journaling-Impulse:
- Was kannst du heute tun, das dir wirklich guttut?
- Was gibt dir Energie, anstatt dir noch mehr Energie zu rauben?
- Was machst du in deiner freien Zeit und wie fühlst du dich danach?











